Grenzen und Tabus
Folgende Methapher nutze ich, wenn ich gefragt werde, wie weit ich in einem BDSM-Rollenspiel gehen
würde: Mein Auto würde ich nicht absichtlich gegen eine Wand fahren, so dass ein Haufen Schrott
übrig bleibt. Weshalb soll ich mein Eigentum kaputt machen?! - Gleiches gilt für meine*n
Spielpartner*in. Warum soll ich meine*n Sklave*in schädigen, wenn ich noch viel Freude haben möchte
mit der Person? Weshalb sollte ich riskieren, dass ein Mensch nicht mehr wieder zu mir kommt, weil
ich ihn schlecht behandelt habe?
Ich übernehme die Kontrolle und einen Teil der Verantwortung über mein Gegenüber. Das allerdings
erst, nachdem dieser sich freiwillig mir ausgeliefert hat und die Bedingungen besprochen sind. An die
getroffenen Vereinbarungen halte ich mich und nehme die Verantwortung ernst.
Vor der Session werden die Erfahrungen, Fantasien und Wünsche sowie die Grenzen und Tabus
ausführlich besprochen Mein Fragebogen ist dabei eine große Hilfe. Zusätzlich gibt es ein Stoppwort
und ein Stoppzeichen, welches jederzeit das Rollenspiel unterbricht bzw. abbricht.
Grundsätzlich beginne ich mit unbekannten Spielpartner*innen langsam und taste mich in ersten
Sessions vor. Dabei geht es mir darum, mein Gegenüber kennen und einschätzen zu lernen.
Gleichzeitig werde ich kennengelernt und Vertrauen baut sich auf.
Es gibt einige Dinge und Praktiken, welche ich ablehne.
Bei manchen Punkten kann man mit der Zeit, wenn man sich gut kennt, drüber ins Gespräch kommen.
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Chem-Sex / Drogen: Für mich lehne ich den Gebrauch von bewusstseinverändernden Stoffen ab.
Das gilt für Sessions und auch für außerhalb von Sessions. Ich möchte einen klaren Kopf haben.
Bei meinem Gegenüber erwarte ich ebenfalls, dass für die Session keine bewusstseinverändernden
Mittel genommen werden.
Einzige Ausnahme ist der Einsatz von PP bei meinem Spielpartner.
Ein sehr gemäßigter Konsum von Alkohol von uns beiden ist möglich.
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Dirty: Spiele mit Erbrochenem, Kot und dergleichen lehne ich ab.
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Öffentlichkeit: So sehr der Reiz manchmal sein kann, dass BDSM auch in der Öffentlichkeit
ausgelebt wird, lehne ich dies ab. Unbeteiligte Personen haben das Recht, nicht mit sexuellen
Handlungen konfrontiert zu werden.
Das Tragen von Fetisch-Kleidung und ähnlichem sind kein Ausleben von Sexualität. Daher kann
man beispielsweise in Gear sich draußen bewegen. Über den Umfang entscheidet natürlich auch
der Anlass bzw. der Ort.
Versteckte Geschehnisse, welche von Unbeteiligten nicht wahrgenommen werden, können
stattfinden.
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Bloßstellen / Exposing: Das Veröffentlichen und Weitergeben von erkennbaren Kinky-Inhalten lehne
ich zu Beginn ab. Fotos und Videos veröffentliche ich ausschließlich verfremdet. Besteht bei
meinem Gegenüber ein Reiz an Exposing, kann dies mit der Zeit umgesetzt werden.
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Bleibende Schäden: Ich lehne ab, dass ich meinem Gegenüber absichtlich bleibende Schäden
zufüge. Zu solchen Praktiken zählen beispielsweise Cuttings, wodurch Narben entstehen können.
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Gefährliche Praktiken: Ich lehne gefährliche Praktiken ab. Dazu gehören Praktiken, die ein hohes
Risiko haben, Schäden zu verursachen. So praktiziere ich beispielsweise Atemkontrollspiele nicht
bis zu dem Punkt, wo mein Gegenüber das Bewusstsein verliert.
Eine Praktik kann auch für mich subjektiv zu gefährlich sein, weil ich mich in deren Umsetzung nicht
sicher fühle. Hier besteht die Möglichkeit mich entsprechend weiter zu bilden.
Ausführliche Informationen zu einzelnen Praktiken gibt es auf den beiden Übersichten:
Hinweis: Sexuelle Praktiken werden hier beschrieben. Möchtest du das lesen?