28.01.2026
1. Puppynight
Dienstagabend war ich zum ersten Mal bei dem Gay-Sauna-Event „Puppynight“ in der „Babylon
Cologne“. Am 4. Dienstag im Monat lädt die Community ein. Vor allem ist es eine Puppy-Orgie, wo
zwischendurch Socializing stattfindet. Nicht andersherum, wie gerne behauptet wird. Ich finde dies
nicht schlimm, jedoch bin ich für Offenheit. Ich habe kein Problem damit, mich selbst als
Schmutzwuffel zu bezeichnen.
Frühzeitig war ich zum Start in Köln und habe direkt den ersten Aufguss mitgemacht. Die Aufgüsse
habe ich mit Puppy-Hood erlebt. Da sollte jeder auf sich achten. Die Hitze staut sich unter der Maske
und der Kopf heizt sich auf. Ich kann Hitze gut vertragen, daher klappt das für mich gut. Im Anschluss
ging es nach unten in den Whirlpool, wo es bereits das erste Erlebnis gab. So ging es „Schlag auf
Schlag“ weiter. Allzu lange wollte ich nicht bleiben, jedoch war ich erst um 3 Uhr im Bett. Spaß hat es
gemacht und die nächste Puppynight wird kommen (24.02.2026).
Puppyplay bleibt ein Thema, das ich weiterhin kritisch für mich hinterfrage. Einige Puppyplayer
empfinden es als einen Vorteil, ihre Maske zu tragen und damit eine Distanz zur Außenwelt
aufzubauen. Ich habe mit dieser Distanz ein Problem. Einerseits interessiert es mich schon, wer hinter
der Hood steckt. Andererseits bekomme ich schwer Kontakt auf Events aufgebaut. Das liegt vor allem
daran, dass ich ohne Brille schlecht Sehen kann. Ich habe eine starke Hornhautverkrümmung, wodurch
ich unscharf sehe und Konturen nicht klar zu erkennen sind. Kommt dann noch eine schwache
Beleuchtung hinzu (wie beispielsweise auf einer Party und in der Sauna), erkenne ich nicht mehr viel.
Einen Namen auf der Hundemarke lesen kann ich nicht mehr. Unter der Puppy-Hood ist das Hören
gedämpft. Kommen Außengeräusche hinzu, zum Beispiel das Blubbern vom Whirlpool oder Musik im
Hintergrund, ist Kommunikation schwierig. So gerne ich Sexualität auslebe, ist mir Kommunikation mit
meinem Gegenüber wichtig. Alleine schon, um einen Consent herzustellen - damit haben es einige
Besucher nicht auf dem Event. Das macht mir Puppyplay bei Veranstaltungen schwer. Im privatem
Rahmen habe ich deutlich mehr Spaß daran.
An dieser Stelle ein großes Sorry an alle, die ich nicht erkannt und deshalb nicht angesprochen habe.
Das ist keine Absicht, sondern ich erkenne euch wirklich nicht und kann oft eure Namen nicht lesen.
Daher sprecht mich gerne auf Veranstaltungen an. Habt keine Scheu!