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Keine Krankheit

Sexuelle Vorlieben für Fetischismus und einvernehmlichen Sadomasochistischen Sex sind keine psychischen Krankheiten oder Störungen. Im DSM-5 sowie in der ICD-11 (internationalle Klassifizierung von Krankheiten und Störungen), wird das Vorhandensein von sexuellen Vorlieben im Bereich BDSM und Fetischismus nicht aufgeführt.

Nicht verboten

Sexuelle Handlungen aus dem Bereich BDSM sind gesetzlich nicht verboten. Vorraussetzung für sexuelle Handlungen, gerade auch BDSM-Praktiken, ist die Einwilligung und die Einwilligungsfähigkeit. Beachtung findet im Zusammenhang mit BDSM-Praktiken § 228 StGB. Hier geht es um die Einwilligung zu einer Körperverletzung. Wer eine Körperverletzung mit Einwilligung der verletzten Person vornimmt, handelt nur dann rechtswidrig, wenn die Tat trotz der Einwilligung gegen die guten Sitten verstößt. Zur Beurteilung der Sittenwidrigkeit gab es im Verlauf der Zeit einige bedeutende Urteile des Bundesgerichtshofes: Dieser hatte am 26. Mai 2004 ein wegweisendes Urteil erlassen, welches sadomasochistische Handlungen trotz Einwilligung nur noch dann als sittenwidrig beurteilt, wenn eine konkrete Todesgefahr besteht.

Verbreitete Vorlieben

Laut der Studie „Sexual Behavior in the United States: Results from a National Probability Sample of Men and Women Ages 14–94“ von Herbenick et al. (2017) geben etwa 22 % der US-Amerikaner an, sexuelle Praktiken mit Elementen von Dominanz oder Unterwerfung ausprobiert zu haben. Eine britische Studie aus dem Jahr 2014 (Richters et al.) zeigt ähnliche Zahlen: Rund ein Drittel der befragten Erwachsenen hatte BDSM-Fantasien, und 10 % haben entsprechende Praktiken auch umgesetzt. Diese Zahlen verdeutlichen: BDSM ist keine Randerscheinung, sondern gehört zu einem breiten Spektrum menschlicher Sexualität.

Kinky-Coming-Out

Auf dieser Seite äußere ich mich offen zu meinen Fetisch- und BDSM-Vorlieben sowie zu meiner sexpositiven Haltung. Meine BDSM- und Fetisch-Vorlieben gehören zu mir – sie sind weder verboten noch krank. Sie sind ein Teil meiner Sexualität, der auf Beziehung, Vertrauen, ehrlicher Kommunikation und gegenseitigem Respekt basiert. Ein Coming-out wie dieses soll zeigen, dass freie, selbstbestimmte Sexualität in einer offenen, respektvollen Lebensweise normal und akzeptiert ist – auch für Menschen, die mich kennen und mich bisher nur anders erlebt haben. Dabei ist mir wichtig zu betonen, dass Einvernehmen, Sicherheit und Wohlbefinden an erster Stelle stehen: klare Absprachen, respektierte Grenzen, Safewords und verantwortungsbewusster Umgang mit Machtstrukturen. Sexpositivität bedeutet für mich, Neugier zuzulassen, Stigmatisierung abzubauen, und offen über Bedürfnisse, Wünsche sowie mögliche Unsicherheiten zu sprechen – sowohl in Beziehungen als auch im Freundeskreis. Wenn du mehr erfahren magst, freue ich mich über respektvollen Austausch und gemeinsames Lernen. Jede*r Besucher*in ist eigenverantwortlich dafür, welche Informationen er sucht und wie er damit umgeht. Es besteht keinerlei Pflicht, sich mit diesem Teil meiner Persönlichkeit auseinanderzusetzen oder weiterzulesen – man kann die Seite jederzeit verlassen. Ich respektiere, dass Inhalte dieser Art für manche Menschen sensibel sein können, daher biete ich klare Hinweise und Optionen, sich zu informieren oder auszusteigen. Abschließend eine Klarstellung: Die Inhalte dieser Webseite sind sensible, sexpositive Darstellungen, die dazu beitragen möchten, Aufklärung, Respekt und Selbstbestimmung zu fördern. Sie sind jedoch keine pornografische Darstellung und unterliegen daher nicht der Illegalität

Sexpositiv

Sexpositiv bedeutet eine offene, respektvolle Haltung zu Sexualität und Lust, unabhängig von Vorlieben oder Identität, solange alle Beteiligten zustimmen. Es befürwortet Aufklärung, Selbstbestimmung und die Enttabuisierung sexueller Themen, ohne Scham oder Stigma. Sexpositivität fördert sichere Praktiken, Kommunikation und Akzeptanz unterschiedlicher Ausdrucksformen von Intimität.

Vanila

Vanilla-Sex bezeichnet eher konventionelle, weniger spezialisierte Sexualpraktiken, bei denen eine direkte, intime Verbindung und Nähe im Vordergrund steht. Es geht um offene Kommunikation, Einvernehmen und respektvolle Grenzziehungen, ohne stark dominante oder rituelle Fetische. Wichtig ist, dass auch Vanilla- Partner*innen sich sicher, gehört und akzeptiert fühlen. Vielfalt innerhalb einer respektvollen, normalen Sexualität wird anerkannt.

Kinky

Kinky beschreibt sexuelle Vorlieben, Praktiken oder Fantasien, die außerhalb des klassischen, “vanilla” Spektrums liegen. Es umfasst oft Spielarten rund um Fantasien von Macht, Dominanz, Unterwerfung, Fetischen oder ungewöhnlichen Reizen. Wichtig sind Einvernehmen, offene Kommunikation und sichere Absprachen, damit alle Beteiligten respektiert, geschützt und zufrieden sind.

BDSM

Begriffsklärung für Bondage and Discipline, Dominance and Submission, Sadism and Masochism. BDSM umfasst bewusst vereinbarte Spielarten von Macht, Kontrolle, Schmerz und Sinnlichkeit, die auf Kommunikation, Vertrauen und Einvernehmen beruhen. Sicherheit (Safewords, Abbruchmöglichkeiten) und Respekt stehen im Mittelpunkt. Es geht um freiwillige, respektvolle Grenzen und eine individuelle Sexualität, die Vielfalt zulässt.

Stein des Anstoßes

Seit September 2026 befindet sich dieser Text zum „Kinky-Coming-Out“ auf meiner Webseite. Anlass war, dass Mitarbeiterinnen auf der Arbeit intensiv auf Profilsuche gegangen sind und dann meinen Account bei Instagram gefunden haben.
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Keine Krankheit

Sexuelle Vorlieben für Fetischismus und einvernehmlichen Sadomasochistischen Sex sind keine psychischen Krankheiten oder Störungen. Im DSM-5 sowie in der ICD-11 (internationalle Klassifizierung von Krankheiten und Störungen), wird das Vorhandensein von sexuellen Vorlieben im Bereich BDSM und Fetischismus nicht aufgeführt.

Nicht verboten

Sexuelle Handlungen aus dem Bereich BDSM sind gesetzlich nicht verboten. Vorraussetzung für sexuelle Handlungen, gerade auch BDSM-Praktiken, ist die Einwilligung und die Einwilligungsfähigkeit. Beachtung findet im Zusammenhang mit BDSM- Praktiken § 228 StGB. Hier geht es um die Einwilligung zu einer Körperverletzung. Wer eine Körperverletzung mit Einwilligung der verletzten Person vornimmt, handelt nur dann rechtswidrig, wenn die Tat trotz der Einwilligung gegen die guten Sitten verstößt. Zur Beurteilung der Sittenwidrigkeit gab es im Verlauf der Zeit einige bedeutende Urteile des Bundesgerichtshofes: Dieser hatte am 26. Mai 2004 ein wegweisendes Urteil erlassen, welches sadomasochistische Handlungen trotz Einwilligung nur noch dann als sittenwidrig beurteilt, wenn eine konkrete Todesgefahr besteht.

Verbreitete Vorlieben

Laut der Studie „Sexual Behavior in the United States: Results from a National Probability Sample of Men and Women Ages 14–94“ von Herbenick et al. (2017) geben etwa 22 % der US-Amerikaner an, sexuelle Praktiken mit Elementen von Dominanz oder Unterwerfung ausprobiert zu haben. Eine britische Studie aus dem Jahr 2014 (Richters et al.) zeigt ähnliche Zahlen: Rund ein Drittel der befragten Erwachsenen hatte BDSM- Fantasien, und 10 % haben entsprechende Praktiken auch umgesetzt. Diese Zahlen verdeutlichen: BDSM ist keine Randerscheinung, sondern gehört zu einem breiten Spektrum menschlicher Sexualität.

Kinky-Coming-Out

Auf dieser Seite äußere ich mich offen zu meinen Fetisch- und BDSM-Vorlieben sowie zu meiner sexpositiven Haltung. Meine BDSM- und Fetisch-Vorlieben gehören zu mir – sie sind weder verboten noch krank. Sie sind ein Teil meiner Sexualität, der auf Beziehung, Vertrauen, ehrlicher Kommunikation und gegenseitigem Respekt basiert. Ein Coming-out wie dieses soll zeigen, dass freie, selbstbestimmte Sexualität in einer offenen, respektvollen Lebensweise normal und akzeptiert ist – auch für Menschen, die mich kennen und mich bisher nur anders erlebt haben. Dabei ist mir wichtig zu betonen, dass Einvernehmen, Sicherheit und Wohlbefinden an erster Stelle stehen: klare Absprachen, respektierte Grenzen, Safewords und verantwortungsbewusster Umgang mit Machtstrukturen. Sexpositivität bedeutet für mich, Neugier zuzulassen, Stigmatisierung abzubauen, und offen über Bedürfnisse, Wünsche sowie mögliche Unsicherheiten zu sprechen – sowohl in Beziehungen als auch im Freundeskreis. Wenn du mehr erfahren magst, freue ich mich über respektvollen Austausch und gemeinsames Lernen. Jede*r Besucher*in ist eigenverantwortlich dafür, welche Informationen er sucht und wie er damit umgeht. Es besteht keinerlei Pflicht, sich mit diesem Teil meiner Persönlichkeit auseinanderzusetzen oder weiterzulesen – man kann die Seite jederzeit verlassen. Ich respektiere, dass Inhalte dieser Art für manche Menschen sensibel sein können, daher biete ich klare Hinweise und Optionen, sich zu informieren oder auszusteigen. Abschließend eine Klarstellung: Die Inhalte dieser Webseite sind sensible, sexpositive Darstellungen, die dazu beitragen möchten, Aufklärung, Respekt und Selbstbestimmung zu fördern. Sie sind jedoch keine pornografische Darstellung und unterliegen daher nicht der Illegalität

Sexpositiv

Sexpositiv bedeutet eine offene, respektvolle Haltung zu Sexualität und Lust, unabhängig von Vorlieben oder Identität, solange alle Beteiligten zustimmen. Es befürwortet Aufklärung, Selbstbestimmung und die Enttabuisierung sexueller Themen, ohne Scham oder Stigma. Sexpositivität fördert sichere Praktiken, Kommunikation und Akzeptanz unterschiedlicher Ausdrucksformen von Intimität.

Vanila

Vanilla-Sex bezeichnet eher konventionelle, weniger spezialisierte Sexualpraktiken, bei denen eine direkte, intime Verbindung und Nähe im Vordergrund steht. Es geht um offene Kommunikation, Einvernehmen und respektvolle Grenzziehungen, ohne stark dominante oder rituelle Fetische. Wichtig ist, dass auch Vanilla- Partner*innen sich sicher, gehört und akzeptiert fühlen. Vielfalt innerhalb einer respektvollen, normalen Sexualität wird anerkannt.

Kinky

Kinky beschreibt sexuelle Vorlieben, Praktiken oder Fantasien, die außerhalb des klassischen, “vanilla” Spektrums liegen. Es umfasst oft Spielarten rund um Fantasien von Macht, Dominanz, Unterwerfung, Fetischen oder ungewöhnlichen Reizen. Wichtig sind Einvernehmen, offene Kommunikation und sichere Absprachen, damit alle Beteiligten respektiert, geschützt und zufrieden sind.

BDSM

Begriffsklärung für Bondage and Discipline, Dominance and Submission, Sadism and Masochism. BDSM umfasst bewusst vereinbarte Spielarten von Macht, Kontrolle, Schmerz und Sinnlichkeit, die auf Kommunikation, Vertrauen und Einvernehmen beruhen. Sicherheit (Safewords, Abbruchmöglichkeiten) und Respekt stehen im Mittelpunkt. Es geht um freiwillige, respektvolle Grenzen und eine individuelle Sexualität, die Vielfalt zulässt.

Stein des Anstoßes

Seit September 2026 befindet sich dieser Text zum „Kinky- Coming-Out“ auf meiner Webseite. Anlass war, dass Mitarbeiterinnen auf der Arbeit intensiv auf Profilsuche gegangen sind und dann meinen Account bei Instagram gefunden haben.
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