Im Kontext von BDSM ist der Begriff Tabu eine Praktik oder Sache, die sich jemand derzeit nicht vorstellen kann erleben zu wollen bzw. diese Sache ablehnt. Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich. Mit der Zeit können Tabus sich verändern bzw. verschwinden. Genauso gut können mit Erfahrungen Tabus entstehen. Das Aufstellen eines Tabus ist also erst einmal nur eine Momentaufnahme. Eine weitere derzeitge Momentaufnahme ist eine Grenze beim BDSM. Das heißt, dass eine Praktik oder Sache nicht abgelehnt wird, aber nicht uneingeschränkt erlebt werden kann oder soll. Ein Beispiel: Jemand kann ganz viel Spaß empfinden bei analer Stimulation mit Dildos und Plugs. Der Wunsch besteht, immer „heftigere“ Toys einzusetzen. Aktuell ist derjenige aber noch nicht gedehnt genug, um gefistet zu werden. Ein anderes Beispiel ist die Vorliebe für Schmerzen. Aber ab einem gewissen Schmerzgrad ist es zu viel. Grenzen und Tabus können ebenso abhängig von der Person sein. Nicht jede sexuelle Praktik oder Sache kann man sich mit jeder Person vorstellen zu erleben. Gerade bei BDSM muss eine Vertrauensbasis zwischen dem dominanten und dem devoten Part vorhanden sein. Dieses Vertrauen wächst mit der Zeit. Daher gibt es Praktiken und Sachen, die zu Beginn mit der Person nicht vorstellbar sind, aber mit der Zeit möglich werden. Über meinen Fragebogen frage ich diese Grenzen und Tabus von meinen Spielpartnern ab. Häufig ist es so, dass meine Subs und Sklaven immer mal wieder einen neuen Fragebogen ausfüllen, weil sie sich allgemein im BDSM weiterentwicklen und andererseits die Beziehung zwischen uns vertrauter wird. Ebenso fragt der Fragebogen Vorlieben und Wünsche ab, welche sich genauso verändern können. Kommen wir zu meinen Grenzen und Tabus. Denn nicht nur der devote Part in einer BDSM-Session hat Grenzen und Tabus, sondern auch der Master. Meine Zielgruppe Selbstverständlich habe ich als Master und Mensch meine Vorlieben bezüglich meines Gegenübers. Dies betrifft das äußerliche Erscheinungsbild, das Alter und natürlich den Charakter und Intellekt eines Menschen. Gewisse Dinge lassen sich schnell im Vorfeld abklären und beurteilen. Die „inneren Werte“ eines Menschen lassen sich erst mit der Zeit beurteilen. Menschen, die nicht meiner Zielgruppe entsprechen, haben keine Chance bei mir. Der zu alte, mich optisch nicht ansprechende und vielleicht unsympathische Mensch fällt unter das Label „Tabu“. Hygiene (Sauberkeit) vs. Siff Für manche ist das Thema Hygiene eine Selbstverständlichkeit. Aber es gibt sexuelle Vorlieben, die eher eine Anti- Sauberkeit beschreiben. Da wird vom Eichelkäse geschwärmt, vom ungewaschenem Intimbereich usw. Damit kann ich nichts anfangen. Meine Spielpartner sollen sich gewaschen, die Zähne geputzt haben (und auch noch haben) und nicht in ihren tagelang verschwitzten Klamotten zu einem Treffen erscheinen. „Siff“ ist keine Vorliebe von mir. Sexuelle Grundausrichtung Eine Vorliebe für BDSM und Fetisch solltest Du natürlich mitbringen. Wer nur Vanillasex bzw. „Blümchensex“ mag, braucht sich nicht bei einem BDSM- und Fetisch-Master vorstellen. Ich habe nicht nur Kinky-Sex, sondern auch ohne BDSM und Fetisch sexuellen Spaß. Allerdings wirst Du Dich dann eher nicht über diese Website an mich wenden :-) Wie Du vielleicht gelesen hast, habe ich auch devote BDSM-Erfahrungen. Diese habe ich zu Beginn ausschließlich ausgelebt. So mit Mitte 20 habe ich angefangen zu switchen und lebe heute fast ausschließlich meine dominante Position als Master aus. Diese Facette präsentiere ich auf dieser Website. „Fast ausschließlich“ heißt nicht nur. Daher schließe ich den Kontakt zu Switchern oder dominanten Personen nicht aus. Ein wichtiger Aspekt bei meinen devoten Spielpartnern ist die Einstellung zum gegenseitigen sexuellen Spaß. BDSM und Fetisch sind für mich Ausleben von Sexualität. Damit verbunden ist für mich genitale Stimulation - also die Stimulation von Schwanz und Hoden (z. B. mit Hand und Mund), Ich möchte in einer Session einen Orgasmus erleben. Dafür hat bei gemeinsamer Sexualität auch mein Gegenüber zu sorgen. Wer sich nur Bespielen lassen möchte und nicht bereit ist mir sexuellen Spaß und Befriedigung zu gönnen sowie nur auf seinen eigenen (sexuellen) Spaß aus ist, passt nicht zu mir. Ich bin kein „Dienstleister“, der ausschließlich Wünsche erfüllt und seine Ausstattung dafür zur Verfügung stellt. Von der Fantasie zur Realität BDSM entsteht in unserem Kopf. Jeder hat seine Fantasien und Träume im Bezug auf BDSM und Fetisch. Ich bin bereit sehr vieles mit Dir auszuprobieren und umzusetzen. Mit meiner Erfahrung und meinem Wissen werde ich allerdings zu steuern wissen, was ich Dir zumuten kann und was ich mit mir selbst vereinbaren kann. Einerseits geht es darum, dass ich „handwerklich“ mir die Umsetzung zutraue und das nötige Wissen mitbringe. Dazu ein Beispiel: Du hast die Fantasie Dir einen Katheter legen zu lassen, der Deinen Urin abfließen lässt. Um das Umzusetzen muss ich das nötige Fachwissen und die notwendige Ausstattung haben. Ebenso muss ich selbst überzeugt sein, dass ich mir dies zutraue. Andererseits geht es darum, dass ich Dich vor Dummheiten bewahren möchte. Dummheiten, die in der Folge einen Schaden -welcher Art auch immer- für Dich bedeuten würden. Zum Beispiel kannst Du die Fantasie besitzen öffentlich bloßgestellt zu werden. Du findest es in Deiner Vorstellung erregend, wenn Fotos von Dir, auf denen Du erkennbar bist, in sexuellen Posen veröffentlicht werden. In einer Session bist Du so erregt und geil, dass Du mich bittest Fotos von Dir zu machen und auf Deinem Twitter-Profil hochzuladen. Dies würde ich ablehnen, weil ich der Meinung bin, dass Du keine überlegte Entscheidung in diesem Moment treffen kannst. Ich werde also unsere Fantasien immer darauf hin überdenken und prüfen, ob sie in der Realität umgesetzt werden können. Bin ich der Meinung, dass das nicht passt, lehne ich es ab. Öffentlichkeit In der Öffentlichkeit bzw. unter Kenntnisnahme von unbeteiligten Personen gewisse BDSM- und Fetisch-Praktiken auszuüben hat einen nachvollziehbaren Reiz. Hier wäge ich allerdings sehr genau ab, ob das Ausleben der Sexualität unbeteiligte Menschen nicht zu sehr beeinflusst. Von daher lehne ich gewisse Spiele in der Öffentlichkeit ab. Fetisch- und BDSM-Veranstaltungen besuche ich gerne. Hier kann man seine Vorlieben vor anderen Menschen ausleben, die wissen was auf sie zukommt. Handlungen in der Öffentlichkeit, die nicht sexualisiert sind, aber trotzdem eine Gefährdung darstellen, lehne ich ebenfalls ab. Hier sei als Beispiel Rapeplay / Entführungsspiele genannt. Wenn ich in der Öffentlichkeit jemanden gespielt entführe, dies durch unbeteiligte Personen beobachtet wird, kann es schnell zu einem Polizeieinsatz kommen. Bleibende körperliche Veränderungen (Körpermodifikation) Zu den BDSM-Praktiken gehören auch Spielarten wie Tätowierungen (Einstechen permanenter Farbe in die Haut), Piercings (Durchstechen von Haut und Anbringen von Schmuck), Cuttings (Schneiden in die Haut) und Branddings (Brandzeichen in die Haut). Dabei wird der Körper für einen längeren Zeitraum oder für immer verändert. Diesen Praktiken bin ich grundsätzlich gegenüber nicht abgeneigt. Allerdings ist dafür eine enge und intime Verbundenheit für nötig. Das sind keine Spielarten, welche in den ersten gemeinsamen Sessions Bestandteil sein können. Neben diesen länger anhaltenden oder dauerhaften Veränderungen gibt es auch körperliche Veränderungen, die deutlich kurzweiliger sind. Angefangen von Beschriftungen des Körpers mit Permanent Markern (Edding) bis ihn zu Spuren von Fesselungen und Schlägen. Diese sind nur für eine kurze Zeit nach der Session noch vorhanden. Ebenso kann das Kürzen oder Abrasieren von Haaren eine Möglichkeit sein. Dabei kann es um Körper- oder Kopfhaar gehen. Solche Praktiken gefallen mir. Allerdings werden diese nur nach Absprache ausgeführt. Körperverletzung und mit der Gesundheit nicht vereinbare Handlungen Praktiken des BDSM sowie das Leben im allgemeinen sind nie frei von Gefahren. Unfälle können immer und überall, aufgrund unterschiedlicher Ursachen, geschehen. Mein Ziel in BDSM-Sessions ist es, diese Risiken zu minimieren. Alle Beteiligten einer Session einigen sich darauf, welches Risiko sie bereit sind einzugehen. Wenn man Atemkontrollspiele erleben möchte, dann besteht ein Risiko einer gesundheitlichen Schädigung. Wenn man sich Fisten lassen möchte, besteht das Risiko einer Verletzung. Diese Risiken sind bekannt und werden bewusst eingegangen. Ich lehne Praktiken ab, die bewusst eine körperliche Schädigung zum Ziel haben bzw. wo die Gefahr nicht kalkulierbar / berechenbar oder zu groß ist. Diese Beurteilung kann sehr subjektiv sein. Einerseits ist sie abhängig von mir selbst. Was traue ich mich selbst zu? Welches fachliche Wissen bringe ich dazu mit? Habe ich das Vertrauen in mein Gegenüber, dass er die Situation richtig bewertet und eine überlegte Entscheidung trifft? Andererseits ist die Entscheidung abhängig von meinem Gegenüber. Was traut er sich selbst zu? Ist er bereit dies wirklich zu wollen? Um diese Entscheidungen treffen zu können, muss man sein Gegenüber gut kennen und einschätzen können. Daher sind manche Handlungen und Praktiken nicht für den Anfang geeignet. Drogen und Medikamente Bewusstseinsbeeinflussende Substanzen lehne ich für mich ab. Ich habe noch nie etwas in diese Richtung ausprobiert und habe nicht das Verlangen danach. Für mich ist es wichtig, dass ich in Sessions einen klaren Kopf habe. Alkohol trinke ich zu einer Session nicht. Das andere Menschen, auch in Bezug auf Sexualität und BDSM, den Wunsch nach Substanzen haben, die die Wahrnehmung und das Bewusstsein verändern, kann ich nachvollziehen. Ebenso das manche sich wünschen Medikamente gegen Schmerzen oder zur Entspannung bei manchen Sexpraktiken einzusetzen. Damit ich mich auf Sexspiele einlasse, in denen mein Gegenüber Drogen oder Medikamente einnimmt, muss ein großes Vertrauen in die Person vorhanden sein. Ebenso muss man sich intensiv abstimmen. Von daher kann man mich darauf ansprechen, aber nicht für die ersten Sessions. Dirty-Spiele Aus dem vielfältigen Bereich „Dirty“ mache ich Spiele mit Natursekt (Urin) mit. Das bedeutet, dass ich mein Gegenüber anpisse oder in den Mund hinein uriniere und den Sklaven meinen Urin auch trinken lasse. Möglich sind Spiele mit Windeln, wo der Träger in die Windel hinein pisst. Ich lege meinem Spielpartner auch einen Katheter, wodurch sein Urin abfließt. Entweder in einen Beutel oder woanders hin. Bei Pisse-Spielen lege ich wert darauf, dass es sich um „frischen“ Urin handelt und nicht um abgestandenen. Ich selbst nehme keinen Urin von mir oder jemand anderen in mir auf. Praktiken mit Spucke, Schweiß und Sperma mache ich mit. Gewollte Spiele mit Erbrochenem und Kot lehne ich ab. Daran habe ich keinen Spaß. Das zu manchen Sexpraktiken der Kontakt mit Kot(-Resten) -z. B. bei analen Spielen- oder Erbrochenem (in Form von viel Schleim) bei Deepthroat-Praktiken (Kehlenfick) gehört, ist kein Problem. Das ist menschlich. Allerdings der bewusste Einsatz von Kot und Erbrochenem ein Tabu von mir. Blut BDSM-Spiele mit Blut praktiziere ich nur in einem engen Rahmen. Mit medizinischem Equipment kann ich meinem Gegenüber Blut abnehmen. Auch setze ich verschiedene medizinische Ausrüstung ein, um meinen Spielpartner zu pieksen oder zu (durch)stechen. Mit dem Blut kann ich meinen Spielpartner beispielsweise beschriften / bemalen. Ich nehme kein Blut von jemand anderem auf und ich gebe mein Blut niemand anderem. Praktiken, wo relativ viel Blut fließt, lehne ich ebenfalls ab. Bevor solche Praktiken umgesetzt werden, findet ein ausführliches Gespräch statt. Rollenspiele Mein liebstes „Rollenspiel“ im BDSM-Kontext ist Master-Sklave. Mein Gegenüber übernimmt die klassische Position des Sklaven, der sich unterwirft und ausgeliefert sowie gehorsam die ihm gestellten Aufgaben erfüllt. Tut er dies nicht, so hat er die Konsequenzen zu tragen. Ich übernehme die Psoition des Master, der den Sklaven dominiert und sich von ihm bedienen lässt. Ebenso behandel und halte ich den Sklaven nach meinen Vorstellungen. Eine klare hierarchische Beziehung, die in vielen Stufen und Ausgestaltungen ausgelebt werden kann. Andere Rollenspiel, wo es ebenfalls ein Machtefälle gibt, sind denkbar. Ich muss mich allerdings in diesem Rollenspiel wohl fühlen. Nicht vorstellbar ist für mich Ageplay mit „Baby- und Kleinkinderrollen“ oder das spielen mit einem hilflosen „Pflegebdürftigen“. Petplay ist eine sehr verbreitete Variante innerhalb des BDSM oder als eigenständige Spielform. Petplay mag ich ausschließlich im sexuellen Kontext von BDSM-Sessions. Und dann auch nur als Phase. Reines Petplay ohne sexuelle Handlungen mag ich nicht. Umso „extremer“ Sexpraktiken werden, desto mehr muss darüber im Vorfeld kommuniziert werden. Dazu lade ich Dich ein, wenn Du solche Fantasien und Wünsche hast. Bisher habe ich noch nichts von meinen Spielpartnern erfahren, was mich verschreckt hat oder schlecht hat Denken lassen über ihn. Das bedeutet nicht, dass ich alles mitmache. Aber wir können über alles sprechen. Selbstverständlich halte ich mich als Master an die Grenzen und Tabus meiner Spielpartner.
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