Wir kennen den Begriff Safer Sex in Bezug auf HIV und Aids. Ich definiere den Begriff deutlich weiter. Einerseits auf weitere sexuell übertragbare Krankheiten und andererseits auf Verletzungen bzw. Unfallverhütung im Rahmen von BDSM-Sessions. Dazu gehört die körperliche und die psychische Gesundheit. Es heißt “Safer Sex - sichererer Sex -  und nicht “Safe Sex” - absolut sicherer Sex. Dem entsprecht gibt es immer ein Restrisiko. Möchtest Du eine absolute Sicherheit, dann darfst Du keinen Sex und kein BDSM haben. Einen 100%tigen Schutz gibt es nicht. Neben den sexuell übertragbaren Infektionen (HIV, Hepatitis, Syphilis, Tripper usw.) gibt es beim BDSM weitere Risiken. Beispielsweise kann eine Fesselung unabsichtlich zu fest geschnürrt sein und ein Nerv wird abgekelmmt. Die Folge wäre ein tauber Daumen (wie ein eingeschlafenes Bein) für ein paar Stunden. Ich sichere Dir zu, dass ich nach bestem Wissen und Gewissen in einer Session handeln werde und so Schaden von uns beiden fernhalten werde. HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen Feigwarzen, Hepatitis, HIV, Syphilis, Tripper usw. sind Erkrankungen, die beim Sex über Krankheitserreger (Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten) übertragen werden. Dafür muss eine Person die Krankheitserreger bereits haben, sie müssen auf die andere Person übertragen werden und es muss eine Eintrittspforte geben. Es gibt Krankheitserreger die eher leichter übertragen werden und es gibt welche, die eher schwerer übertragen werden. Das aidsauslösende HI-Virus gilt beispielsweise als relativ schwer übertragbar, da es an der Luft schnell unwirksam wird. Daher reicht beim Ficken die Benutzung eines Kondoms zum Schutz aus. Bei anderen Infektionskrankheiten verbessert die Benutzung eines Kondoms den Schutz, kann aber eine Ansteckung nicht zu 100% verhindern. Manche Erkrankungen kann man sehen, andere sind unsichtbar und wir merken nicht das wir infiziert sind. Beispielsweise sind Feigwarzen am Hintern, Ausfluss aus dem Schwanz gut erkennbare Anzeichen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Wenn man feststellt, dass etwas nicht so ist, wie es sein sollte, führt der erste Weg zum Arzt, um sich untersuchen und gegebenenfalls behandeln zu lassen. Ebenso ist in dieser Zeit auf Sex zu verzichten. Ich werde mich mit Dir nicht verabreden, wenn ich bei mir etwas festelle, dass auf eine mögliche Erkrankung hinweist. Ebenso werde ich mich nicht mit Dir treffen, wenn ich weiß, dass ich eine Erkrankung habe. Das verlange ich auch von Dir! Wenn Du bei dir etwas feststellst, sage das Treffen ab und wir machen einen neuen Termin aus. So gut ich mich schütze und aufpasse, nichts ist zu 100% sicher. Daher lasse ich mich regelmäßig beim Gesundheitsamt Düsseldorf auf sexuell übertragbare Infektionen untersuchen. Diesen Tipp gebe ich Dir auch. Viele Erkrankungen lassen sich gut behandeln und heilen, wenn sie früh erkannt werden. Solltest Du nach einem Treffen eine Diagnose erhalten, bitte informiere mich darüber. Genauso würde ich verfahren, wenn bei mir etwas festgestellt wird. Um sich zu schützen kann man auf Sex verzichten. Um das Risiko zu senken kann man Maßnahmen ergreifen. Gleichzeitig stehen diese Maßnahmen in Konkurrenz zu Lust und geilem Spaß beim Sex. Für mich habe ich folgende Safer-Sex-Regeln aufgestellt: Gefickt wird nur mit Kondom. Kein Bareback. Beim Blasen verzichte ich auf das Kondom. Gerne spritze ich mein Sperma in den Mund und finde es geil, wenn mein Sklave mein Sperma schluckt. Das ist meine Einstellung. Wenn Du eine andere hast, die auf eine höhere Sicherheit setzt, respektiere ich das. Zu den Gründen für meine Entscheidung. Statistisch gesehen liegt die Wahrscheinlichkeit bei ungeschützten Analverkehr mit einem HIV-positiven Kerl sich mit dem HI-Virus zu infizieren bei 1:100. Ebenso schützt ein Kondom beim Analverkehr vor weiteren unterschiedlichen Infektionen. Das Gefühl beim Blasen an einem Kondom zu nuckeln bzw. einen geblasen zu bekommen, wenn ich ein Kondom dabei trage, ist nicht so gut. Viele können das noch nachvollziehen. Beim Blasen kann HIV durch den Lusttropfen nicht zu einer Infektion führen. Andere sexuell übertragbare Infektionen können schon durch das in den Mund nehmen des Schwanzes übertragen werden. Wird in den Mund abgespritzt und Sperma geschluckt, ist das Infektionsrisiko vernachlässigbar gering. Zitat aus der “Infomappe für die Beratung in Aidshilfen 2013”, Seite 8, herausgegeben von der Deutschen Aidshilfe: “Das Risiko einer HIV-Infektion über Oralverkehr ist im Vergleich zu Anal- und Vaginalverkehr sehr gering. Die Mundschleimhaut ist robust, außerdem wird die Virusmenge durch Speichel verdünnt.” Ebenso möchte ich auf eine Studie aus dem Jahr 2002 von Romero at al. verweisen: Bei fast 3.000-mal Blasen mit in den Mund abspritzen, wobei der Mann HIV-positiv und die schluckende Person HIV-negativ war, kam es zu keiner HIV-Infektion. Beim Fingern und Fisten trage ich Einmalhandschuhe. Meine Toys sind stets gereinigt oder sogar desinfiziert. Auch meine Latexklamotten sind jedensmal vorher gereinigt worden. Hygiene ist ein wichtiges Thema für mich. Desinfektionsmittel sowie Hygieneartikel stehen auch für Dich jederzeit bereit. Sex mit HIV-positiven Menschen Nicht jede Erkrankung ist heilbar. So ist es auch bei einer HIV-Infektion. Aber inzwischen ist eine HIV-Infektion behandelbar und bei einer frühzeitigen Entdeckung und einer guten Behandlung ist die Lebenserwartung statistisch annähernd normal. HIV-positive Menschen haben genauso ein Verlangen nach Sex, wie HIV-negative Menschen auch. Für mich ist Sex mit einem HIV-positiven Menschen kein Problem. Nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis. Ich habe mit HIV-positiven Kerlen schon BDSM praktiziert. Dabei habe ich mir keine Sorgen gemacht, weil ich Safer Sex betreibe und mich schütze. Solltest Du selbst HIV-positiv sein, kannst Du das mir gegenüber offen ansprechen. Ich verurteile Dich deshalb nicht und einem Treffen steht deswegen nichts im Wege. Schutz durch Therapie Eine erfolgreiche HIV-Therapie, bei der das HI-Virus im Blut nicht mehr nachweisbar ist (weil nicht mehr da), schützt vor einer HIV-Übertragung - vergleichbar sicher wie Sex mit Kondom. Das ist durch Forschungsergebnisse belegt. Schutz durch Therapie ist eine Option, wenn der HIV-positive Partner seit mindestens sechs Monaten eine Viruslast unter der Nachweisgrenze hat, regelmäßig seine Medikamente einnimmt und zur Absicherung alle drei Monate zur Blutuntersuchung geht. Dieser wissenschaftlichen Erkenntnis glaube ich. Für mich ist es aber keine Option mich so vor einer HIV-Infektion zu schützen. Denn ich weiß nicht, ob mein Gegenüber tatsächlich seit sechs Monaten unter der Nachweisgrenze ist. Ich weiß nicht, ob mein Gegenüber seine Medikamente immer regelmäßig einnimmt. Und ich weiß auch nicht, ob er sich regelmäßig untersuchen lässt. Schutz durch Therapie ist für mich eine Option innerhalb einer Partnerschaft, aber nicht für reine sexuelle Kontakte. Unfallverhütung Bei BDSM-Sessions kann es einfacher zu Unfällen kommen, als beim “normalen” Sex. Seile können zu feste angelegt werden, Peitschenhiebe verursachen blaue Flecke oder rote Striemen oder oder oder. Um Unfälle zu vermeiden hilft theoretisches Fachwissen sowie jahrelange Erfahrung. Beides ist bei mir vorhanden und das bietet Dir eine höhere Sicherheit. Bevor ich mit Dir etwas mache, habe ich mir im Vorfeld Gedanken darüber gemacht, Informationen eingeholt und bereits praktische Versuche durchgeführt. Das gilt einerseits für Sex-Praktiken und andererseits für meine Ausstattung. An jeden Haken in der Decke habe ich mich drangehangen, Seile habe ich getestet auf ihre Beschaffenheit und Reißfestigkeit geprüft.  Psychische Gesundheit Viele machen sich Gedanken über HIV, Spuren nach einer Session oder anderen körperlichen Dingen. Nicht zu unterschätzen ist Deine psychische Gesundheit. BDSM ist eine sexuelle Spielart, die entscheidend im Kopf passiert. Daher sollte es Dir dort auch gut gehen! Wenn Deine Stimmung nicht die richtige ist, Dir andere Gedanken durch den Kopf gehen, Du Angst bekommst: Zögere nicht das Stoppwort zu nutzen. Gerade Anfänger unterschätzen den psychischen Druck. Die reale Erfahrung von BDSM kann eine andere sein, als was man sich als geile Fantasie in einem Porno geholt hat. Scheue nicht davor abzubrechen, bevor es zu viel wird. Lieber mehrere Anläufe nutzen, als nach einer Session die Lust zu verlieren bzw. zu viel Angst vor einer nächsten Session zu haben. Ich kann hier noch viele Punkt aufgreifen und meine Einstellung dazu darlegen. Jeder Mensch hat ein eigenes Sicherheitsbedürfnis und hat eine andere Risikobereitschaft. Spreche mit mir über Deine Vorstellungen und wir finden einen gemeinsamen Weg, um sicher Spaß zu haben.
Planetromeo    Facebook    Twitter       Fetlife      E-Mail
      Frauen  English