Frauen  English
Bereits Mitte April, nach den Ostertagen, hatte ich eine erste Stellungnahme hier zu meiner Einstellung zur Corona-Pandemie veröffentlicht. Inzwischen haben wir Ende August und es gibt Update meinerseits. In den ersten Woche habe ich meine Sexualität mit keinem anderen Menschen ausgelebt und habe auch sonst die Kontaktbeschränkungen im Lockdown befolgt. Ab Mitte April habe ich wieder Sessions mit anderen Menschen ausgemacht und erlebt. Dabei hatte ich mir ein Risikomanagement aus verschiedenen Maßnahmen überlegt. Wieder sind Wochen vergangen, neue Erkenntnisse liegen vor und der Verlauf hat einen grundsätzlich guten Weg in Deutschland eingeschlagen (verglichen mit der Lage in anderen Ländern). Auf folgende Punkte achte ich weiterhin: 1. Mir ist bewusst, dass es keinen 100 %-igen Schutz vor einer Ansteckung gibt. Ich kann nur die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung reduzieren. 2. Hast Du oder ich Anzeichen / Symptpme für eine Erkrankung (trockener Husten, Fieber, fehlt der Geruchs- und Geschmackssinn etc.), gibt es kein Treffen. 3. Reduzierung der Ansteckungsgefahren im Alltag. Nicht nur beim Sex bin ich vorsichtig. Ebenso achte ich auf der Arbeit und in der Freizeit auf ein vorsichtiges Verhalten. Das Einhalten der Abstandsregel, das Tragen einer FFP2-Maske, Händewaschen und -desinfizieren. 4. Reduzierung der (Sexual-) Kontakte. Ich habe die Anzahl meiner Sessions reduziert.  Gleiches gilt für „normale“ Kontakte. Auch hier unternehme ich weniger, viel an der frischen Luft sowie keine Ansammlung von großen Menschenmaßen ohne Abstand bzw. Mund-Nasen-Bedeckung. 5. Was weiß ich von meinem Gegenüber? Ich versuche mein Gegenüber einzuschätzen, wie er sich in der Pandemie verhält. Kann ich wahrnehmen, dass derjenige sich nicht an die bekannten Regeln hält, lehne ich ein Treffen ab. 6. Treten nach einem Treffen Krankheitszeichen auf oder wird eine Infektion festgestellt, informiere ich meine Sexpartner. Dies erwarte ich von meinem Gegenüber genauso. Vorwürfe mache ich einer Person nicht, wenn sie mich anstecken sollte. Ebenso nutze ich die Möglichkeit mich alle zwei Wochen (August bis Oktober) vorsorglich auf das Corona-Virus testen zu lassen. Anstecken kann man sich überall, wo man auf einen infizierten Menschen trifft. Das Corna-Virus wird durch eine Tröpfeninfektion übertragen. Der Sex ist also nicht entscheidend. Bei einem Treffen verzichte ich auf eine Mund-und-Nasen-Maske. Wir werden intim miteinander, da stört eine Maske nur. Wenn du unbedingt eine Maske tragen möchtest, hätte ich da eine vielfältige Auswahl anzubieten. Allerdings eignet die sich nicht zum Schutz vor einer Infektion mit Covid-19 :-) Der Verzicht auf Sexualität war nach wenigen Wochen für mich keine Option. Das Corona-Virus sowie die damit verbundene Covid-19-Erkrankung werden uns noch die kommenden Monate bis ins nächste Jahr hinein begleiten. So eine lange Zeit auf Intimität und Sexualität zu verzichten ist unrealistisch und psychisch nicht gesund. Die Pandemie ist in Deutschland mild verlaufen. Es gab hier keine vergleichbaren Situationen und Bilder wie in Italien, Spanien oder später in England und den USA. Auch daher bin ich der Meinung, dass eine Annäherung an einen normalen Alltag stattfinden muss. Die Infektionszahlen sind gemessen an der Geamtbevölkerung gering. Dies senkt das Risiko einer Ansteckung deutlich. Weiterhin heißt es wachsam zu sein und die Entwicklungen zu verfolgen. Vor allem geht es auch darum auf sich selbst zu achten und die entsprechenden Schlüsse daraus zu ziehen. Im Mai sollte es zur „BoundCon“ nach München gehen. Diese Veranstaltung wurde untersagt und abgesagt. Ebenso wurde der „Folsom“ in Berlin im September abgesagt. Ich werde im September trotzdem nach Berlin fahren. Es gibt kein offizielles Programm, aber ich werde nicht alleine dort sein und ich finde es wichtig, im erlaubten Rahmen, die Community und Szene vor Ort zu unterstützen. Gleichzeitig heißt es auch hier eine vertretbare Normalität für sich selbst zu gestalten. Die ausgefallene Reise nach München habe ich im Juli nachgeholt. Wenn jemand vorsichtiger in seinem Verhalten ist, respektiere ich diese Entscheidung. Niemand wird von mir gezwungen zu einem Treffen zu erscheinen (Zwang gibt es nur in der Session). Aber genauso gut soll jeder meinen Weg respektieren. Bei Nachfragen darf man mich gerne kontaktieren. Stand: 24. August 2020